Synode des Evangelischen Kirchenkreises Fulda wählte neue Landessynodale

80 Delegierte trafen gestern Abend in der Haunehalle in Burghaun wichtige Entscheidungen für die Zukunft der evangelischen Kirche in der Region. Die Finanzen für die Jahre 2021 und 2022 und Wahlen standen im Mittelpunkt der Kirchenkreissynode Fulda. Der Vorsitzende Andreas Maraun freute sich, die Synodalen wieder persönlich begrüßen zu können, nachdem die letzten Synoden digital stattgefunden hatten. 

Die Synode wählte neue Vertreterinnen und Vertreter in die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Pfarrerin Jana Koch-Zeißig von der Christuskirche, der Rechtsanwalt Andreas Maraun und die Gemeindepädagogin Katharina Meyer werden als Delegierte in das oberste Entscheidungsgremium der Landeskirche entsendet. Als Stellvertreterinnen und Stellvertreter wurden Pfarrerin Anke Mölleken, Janine Frisch und Bernd Volkert gewählt. Die Wahlperiode beträgt sechs Jahre, die Arbeit der neuen Synodalen beginnt mit der Frühjahrssynode im Mai 2022 in Hofgeismar.

Doppelhaushalt verabschiedet

Der Leiter des Kirchenkreisamts, Uwe Bornscheuer, stellte die Wirtschaftsplanung der nächsten beiden Jahre vor und warb um einen positiven Beschluss. „Mit einem Haushaltsvolumen von 2,3 Millionen Euro wollen der Kirchenkreis und seine 27 Gemeinden ihre vielfältigen Aufgaben und Angebote finanzieren“, sagte Bornscheuer. Erstmals gesondert ausgewiesen wurde ein Haushalt für das Diakonische Werk Fulda. Er hat ein Volumen von rund 2,6 Millionen Euro. In den kommenden Jahren werde die Synode finanzpolitische Entscheidungen für die Arbeit des Kirchenkreises treffen müssen, so Bornscheuer. Der Synodale Peter Hallier sprach von einer Herkulesaufgabe für den Kirchenkreis. Die Synodalen beschlossen den Gesamthaushalt mit einem gemeinsamen Haushaltsvolumen von fast fünf Millionen Euro.

Popkantorat für Petersberg

Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig berichtete, dass sich die Neuaufstellung der kirchenmusikalischen Arbeit der Landeskirche positiv auf den Kirchenkreis Fulda auswirke. Die Stelle der Bezirkskantorin, die mit Brigitte Lamohr besetzt ist, bleibe erhalten. Hinzu komme eine Stelle für Popularmusik in Petersberg, die künftig für die Region Süd zuständig sein solle.

Diskussionen über Besetzungsverfahren für Pfarrstellen

Für rege Diskussionen unter den Delegierten sorgte ein Antrag der Christuskirche zur Abschaffung der Besetzung von Pfarrstellen auf Vorschlag der Bischöfin. Kirchenvorsteher Dr. Torsten Knoll begründete den Antrag mit der mangelhaften Transparenz bei der Besetzung der Pfarrstelle in der Christuskirche. Das Verfahren der Besetzung von Pfarrstellen durch die Bischöfin stamme aus den sechziger Jahren und sei nicht mehr zeitgemäß, argumentierte Knoll. Pröpstin Sabine Kropf-Brandau machte deutlich, die Landeskirche habe die Defizite erkannt und stellte ein geändertes Verfahren in Aussicht. Die Delegierten stimmten schließlich einem geänderten Antrag an die Landessynode zu, der größere Transparenz und bessere Kommunikation mit den Gemeinden bei künftigen Besetzungen von Pfarrstellen durch die Bischöfin vorsieht.

Höhere Mindeststandards für die Jugendarbeit

Kreisjugendpfarrer Maximilian Weber-Weigelt und Theresia Vonderau brachten einen weiteren Antrag in die Synode ein. Sie kritisierten, dass die Landeskirche lediglich eine Stelle für Jugendarbeit als Mindeststandard pro 25.000 Mitglieder vorsehe. Damit sei die Gefahr groß, dass bei großem Spardruck bei den Kirchenkreisen an den Stellen für die Jugend gespart werden könnte. Die Kreissynode Fulda stellte sich mehrheitlich hinter diesen Antrag und fordert die Landeskirche auf, die Mindeststandards in diesem Bereich zu erhöhen.

Evangelischer Kirchenkreis Fulda
Heinrichstraße 2
36037 Fulda

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