Afrikanisches A-capella-Ensemble Kawa begeistert bei Gottesdienst in der Trinitatiskirche Eichenzell

Am zweiten Advent feierten Gläubige in der Trinitatiskirche Eichenzell einen zweisprachigen Gottesdienst mit afrikanischer Musik: Das Kawa-Quartett aus Uganda bereicherte den Gottesdienst mit ausdruckstarkem A-capella-Gesang. Ihre Melodien und Rhythmen berührten die Herzen und brachten die Gottesdienstbesucher zum Mitschwingen. Der Gottesdienst, der in deutscher und englischer Sprache gehalten wurde, stellte das Thema Menschenrechte in den Mittelpunkt. Pfarrerin Ulrike Röder und Pfarrer Edwin Röder freuten sich, die Sänger, die schon im Vorjahr zu Gast in der Gemeinde gewesen waren, erneut begrüßen zu dürfen. Sowohl Stücke in englischer Sprache als auch in Swahili zählten zum Repertoire der drei Sänger.

Durch Gesang und Tanz ließen die drei afrikanischen Musiker die Gottesdienstbesucher an der ugandischen Kultur teilhaben. Mit Liedern wie „You raise me up“ von Josh Groban und „Love can turn the World“ der Gaither Vocal Band gelang es ihnen, den Zuhörern die Lebensfreude und Hoffnung ihrer afrikanischen Heimat zu vermitteln. 

Predigt über die Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die vor genau 75 Jahren verabschiedet wurde, würdigte Pfarrerin Röder in ihrer Predigt als historischen Meilenstein. Am 10. Dezember 1948 hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet. Sie formulierte grundlegende Rechte, die jedem Menschen zustehen sollten – unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion und Herkunft. „Doch was sind solche Erklärungen wert, wenn sie nicht auch durchgesetzt werden?“ fragte die Pfarrerin. In vielen Regionen würden Menschen auch heute unterdrückt, verfolgt und getötet. Die Adventszeit sei für Christinnen und Christen eine starke Kraftquelle, denn sie zeige, dass das Dunkel nicht das letzte Wort haben werde. Die Bibel spreche in dem Buch der Offenbarung von einer Tür, die niemand schließen könne. „Haltet Ausschau nach offenen Türen,“ rief die Pfarrerin die Gottesdienstbesucher auf. Es gelte, sich die Hoffnung auf eine Welt zu erhalten, in der Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden vorherrschen und in der die Rechte jedes einzelnen geachtet werden. 

Michael Seruzzi, Silver Sserunkuma und Arthur Ssenkusu touren derzeit durch Deutschland. Leider habe das Quartett seinen vierten Sänger nicht mitbringen können, berichtete Andrea Lang von der Mmunye-Stiftung, die die Musiker auf ihrer Deutschlandtournee begleitet. Der Tenor habe Uganda aus politischen Gründen verlassen müssen und lebe nun im Exil, sagte Lang. Mit ihren Konzerten unterstützen die Musiker seit 2010 bedürftige Kinder in ihrer Heimat.

„Ihr habt uns die Herzen geöffnet,“ sagte Pfarrer Edwin Röder. Die Gospel-Musik wirke wie eine universelle Sprache, die die Herzen der Anwesenden erreicht und verbindet. „Im Himmel wird es nur eine Sprache geben, die von allen gesprochen und verstanden wird: die Sprache der Liebe,“ so der Pfarrer zum Abschied.

Evangelischer Kirchenkreis Fulda
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