Amtseinführung von Pfarrerin Beate Ehlert in Hettenhausen

Chöre, Trompetenklänge, Rosen und eine voll besetzte St. Georgskirche: Die Einführung der neuen evangelischen Pfarrerin Beate Ehlert fand am Sonntagnachmittag in Hettenhausen in einem besonders feierlichen Gottesdienst statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um ihre neue Pfarrerin zu begrüßen, darunter auch Bürgermeister und Ortsvorsteher, ebenso wie Vereinsvertreter und Pfadfinder. „In einer Reihe von 34 Pfarrern sind sie die erste Frau in diesem Amt,“ sagte der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Martin Schleicher. Der stellvertretende Dekan des evangelischen Kirchenkreises Fulda, Marvin Lange, führte die neue Pfarrerin offiziell in ihr Amt ein. „Sie bekommen eine Seelsorgerin mit einem großen Erfahrungsschatz, auf die sie sich verlassen können,“ sagte Lange. Die einjährige Vakanzzeit hätten Pfarrer Bernd Hollatz und Pfarrer Helmut Stradal gemeinsam mit dem Kirchenvorstand ausgezeichnet gemeistert, sagte der stellvertretende Dekan. Er lobte die Kirchengemeinde für ihr außergewöhnliches Engagement: „Für mich sind sie ein Anwärter auf den Titel tollste Kirchengemeinde,“ sagte Lange.

In ihrer Antrittspredigt sprach Pfarrerin Beate Ehlert über Gottes Segen. In welchen Momenten ein Leben gesegnet und erfüllt sei, erschließe sich oft erst im Rückblick. „Wir haben manches im Leben nicht in der Hand,“ sagte sie. Manchmal komme einem das eigene Tun unbedeutend und nutzlos vor. In früheren Zeiten habe man Wohlstand und viele Nachkommen für einen Nachweis für Gottes Segen gehalten. Dabei sei Gottes Segen nicht mit Erfolg und Wohlergehen verknüpft. Vielmehr gehe es darum, Gott zuzutrauen, dass er auch schwierige Erlebnisse zum Segen werden lassen könne. Der Aaronische Segen gelte heute als ältester Beleg eines Bibelverses überhaupt: Bei Ausgrabungen in Jerusalem habe man zwei aufgerollte Silberstreifen gefunden, die auf das 7. Jahrhundert vor Christus zurückgehen. „Auf denen stehen die Segensworte, die heute noch den Gottesdienstbesuchern zugesprochen werden,“ sagte die Pfarrerin. Vom Segen gehe Nähe und Wärme aus. Er begleite Menschen an besonderen Momenten ihres Lebens, wie z.B. der Konfirmation und der Hochzeit. „Ich möchte in meiner Arbeit hier den Segen Gottes spürbar machen,“ sagte Pfarrerin Ehlert.

Kirchenvorsteherin Marion Friedrich schenkte Pfarrerin Ehlert zur Begrüßung ein „Gute Wünsche-Glas“, in das die zahlreich erschienen Gottesdienstbesucher ihre persönlichen Grußworte für die neue Pfarrerin hineinwerfen konnten. Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule sorgten mit dem Lied „Zünd ein Licht an“ für Gänsehautfeeling. Sichtlich gerührt nahm die neue Pfarrerin den musikalischen Gruß und die mitgebrachten Rosen der Grundschulkinder entgegen. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Martina Bauer an der Orgel, Ingo Helfrich an der Trompete sowie Kirchenchor und Gesangverein.

Der Ortsvorsteher von Hettenhausen, Konstantin Neumann, begrüßte die neue Pfarrerin, die nun auch integraler Bestandteil der Hettenhausener Ortsgemeinde sei. Gersfelds Bürgermeister Dr. Steffen Korell versicherte Pfarrerin Ehlert, dass sie an ihrem neuen Wirkungsort nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch eine funktionierende Ortsgemeinschaft vorfinde. Grußworte überbrachten auch Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich, der Vereinssprecher der Hettenhausener Vereine, Erwin Müller, der katholische Pfarrer Markus Schmitt von der Pfarrgemeinde St. Bonifatius aus Weyers und der Vorsitzende des Gersfelder Kirchenvorstands, Horst Günther. Im Anschluss an den Gottesdienst feierte die Gemeinde im Garten rund um die Kirche die Einführung in geselliger Runde weiter.

Evangelischer Kirchenkreis Fulda
Heinrichstraße 2
36037 Fulda

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